Tanzsport in Glinde findet überregional Anklang

Als Gastgeberin großer Turniere wird die Tanzsportabteilung überregional geschätzt. Trainer und Trainerinnen generiert der Verein regelmäßig aus dem eigenen Nachwuchs.

Tanzsport in Glinde findet überregional Anklang

9. Mai
Es war eine kernige Ansage von Marius-Andrei Balan gegenüber dem Fachmagazin „Tanzspiegel“, die Anfang 2020 – also kurz vor Beginn der Pandemie – für einen nachhaltigen Eindruck in der Tanzsportabteilung (TSA) des TSV Glinde sorgte: „Wir lieben es hier. Für uns ist es nie eine Frage, ob wir herkommen oder nicht, die Veranstaltung ist fest in unserem Terminkalender eingeplant. Die Atmosphäre ist jedes Jahr großartig und familiär. Es macht einfach Spaß, hier zu tanzen“, versprach der amtierende Latein-Vizeweltmeister an der Seite von Tanzpartnerin Krystyna Moshenska damals im Anschluss an ein vom TSV Glinde organisiertes Ranglistenturnier.
Walter Otto gingen die knackigen Worte natürlich runter wie Öl. Nicht zuletzt war die Aussage aus derart berufenem Munde für den Abteilungsleiter Tanzen eine Bestätigung des eigenen Anspruchs, „eine der besten Adressen zu sein, wenn man gut tanzen möchte.“
Tanzen verkörpert Eleganz und technische Perfektion, vereint Leidenschaft, Lebensfreude und Kreativität. Als Gastgeberin großer Turniere wird die TSA überregional geschätzt. Sie ist mit rund 480 Mitgliedern der größte Tanzsportverein im Hamburger Tanzsportverband und zählt zu den fünfundzwanzig größten im Bundesgebiet.
Otto ist seit Gründung der Abteilung im Jahr 1980 mit viel Herzblut Vorsitzender der Glinder Tänzer. Ein Garant des langjährigen Erfolges sind für ihn auch die engagierten Trainer und Trainerinnen, die der Verein regelmäßig aus dem eigenen Nachwuchs generiert. „Um ein Gespür dafür zu entwickeln, wer fähig ist und Lust dazu hat, ist regelmäßiger Kontakt zu den einzelnen Gruppen notwendig“, sagt das Glinder Urgestein. „Manch einer wartet regelrecht darauf, sich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen nur entdeckt werden.“
Kinder und Jugendliche stellen rund die Hälfte der Mitglieder der TSA. Kein Wunder also, dass Kurse wie „Hip-Hop“ einen regelrechten Boom erleben. „Kurz vor dem zweiten Lockdown wollten wir aufgrund der großen Nachfrage sogar noch eine elfte Gruppe aufmachen“, sagt Gabriele Pegelow.
Die engagierte Pressesprecherin der Abteilung sieht die Generation Zero als ideale Zielgruppe derartiger Angebote. „Kindern und Jugendlichen, die um die Jahrtausendwende oder später geboren sind, wird ja häufig der Stempel ,Spaßgeneration’ aufgedrückt“, sagt Pegelow lächelnd. „Die meisten Kids sind mit einer gehörigen Portion Eigenmotivation bei der Sache. Und dank eines engagierten Trainerteams garantieren unsere Hip-Hop-Kurse dabei auch noch jede Menge Spaß.“
Fallende Infektionszahlen sowie sinkende Sieben-Tage-Inzidenzen bei zeitgleich wachsender Anzahl an geimpften Menschen sorgen bei Otto für gedämpften Optimismus. „Ich hoffe, die momentane Stimmung ist – im positiven Sinn – die Ruhe vor dem Sturm“, sagt der Vorsitzende augenzwinkernd. „Wir alle jedenfalls brennen darauf, dass es endlich wieder los geht mit dem Tanzsport. Wir alle wollen ein reales und kein virtuelles Training mehr.“