Stille Heldin des Vereins

Edith Groth kümmert sich jede freie Miniute um Glindes Fußballer. Die 58-Jährige ist die gute Seele auf dem Platz.

Stille Heldin des Vereins

2. Mai
Es mag regnen, oder auch mal nasskalt und stürmisch sein. Typisches Schmuddelwetter also, bei dem es sich die meisten Menschen zuhause auf der Couch gemütlich machen – und auf keinen Fall vor die Tür gehen. Edith Groth hat andere Prioritäten. Egal wie die Wetterlage ist: Die 58-Jährige kümmert sich seit vielen Jahren fast jede freie Minute um die Fußballer ihres TSV Glinde. Sie versorgt die kleinen und großen Sportler mit Speisen und Getränken und hat bei jeder noch so kleinen Blessur stets ein (Trost-) Pflaster parat. Ihre Backkünste sind legendär, sie ist einfach die „Gute Seele“ der Abteilung.

Auch Edith Groth leidet unter den Folgen der Pandemie. Ihr fehlt der geregelte Ablauf auf den Fußballplätzen, die Kameradschaft, der Zusammenhalt. „Es ist ein ganz spezielles Verhältnis, das mich mit den Jungs und den Kindern verbindet“, sagt sie augenzwinkernd. „Vor Corona wäre ein Wochenende ohne meine Fußballer für mich nicht vorstellbar gewesen.“

Sie weiß sich aber auch zu behaupten. Das Einkassieren der Eintrittsgelder bei Partien der 1. und 2. Herren ist nicht immer ein Zuckerschlecken. Wenn sie nach dem Anpfiff mit ihrer Kasse die Runde macht, muss sie sich schon den einen oder anderen dummen Spruch anhören. „Unglaublich mit was für Ausreden manch einer ankommt, nur um ein paar Euro Eintrittsgeld zu sparen“, sagt die Glinderin. „Dabei schreibt uns der Hamburger Fußballverband sogar vor, Eintrittsgelder in bestimmter Höhe zu kassieren.“

Die 58-Jährige war viele Jahre Jugendtrainerin, ist nun Kassenwartin der Fußballabteilung. Ein Ehrenamt zu übernehmen ist für sie – wie es der Name bereits sagt – eine Ehre. „Es ist ein Stück Lebenserfahrung, man lernt Menschen kennen und schließt Freundschaften“, sagt Edith. „Seit 2001 bin ich Mitglied im TSV Glinde, der Verein hat mich geprägt. Durch die Übernahme von Verantwortung gebe ich meinem Verein etwas zurück.“