E-Sports boomt

FSJ-ler Leandro dos Santos rechnet damit, dass der sportliche Wettkampf mit Computerspielen schon bald fester Bestandteil der deutschen Vereinskultur sein wird.

E-Sports boomt

14. Mai
Eins gleich vorweg: Der E-Sport-Boom ist ungebrochen. Nicht wenige Experten rechnen damit, dass der sportliche Wettkampf mit Computerspielen schon bald fester Bestandteil der deutschen Vereinskultur sein wird. „Dem E-Sport gehört auf jeden Fall die Zukunft“, sagt Leandro dos Santos. Der 19-Jährige absolviert zurzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr beim TSV Glinde. Sein Jahresprojekt: Im Herbst will er mit einem Glinder Team – bestehend aus vier oder fünf Spielern – in die neue Spielzeit in der Stormarnleague starten.

An nötigem Equipment mangelt es nicht. Konsolen, Monitore, Headsets sowie spezielle Stühlen stellt der Kreisjugendring Stormarn. Dass Gaming gewisse Fähigkeiten fördern kann, ist kein Geheimnis. In Norwegen und Schweden bieten bereits erste Lehranstalten Gaming als Schulfach an. Weil es nicht nur die Reaktionsfähigkeit schult, sondern auch die Auge-Hand-Koordination fördert und das strategische Denken stärkt. „Grundlage für jeden E-Sportler ist aber auch eine gute körperliche Fitness“, sagt dos Santos und lacht. „Dafür bietet der Verein jede Menge Gelegenheit.“

Beworben für die Stelle als FSJler hatte er sich vor Corona. „Auch wenn vieles aufgrund der Einschränkungen nicht wie erwartet abgelaufen ist, gibt es viel zu tun“. Dos Santos trainiert beim TSV neben den Fußball-Minis auch den Leichtathletik-Nachwuchs. Neu ins Leben gerufen hat der 19-Jährige eine sogenannte Verkehrserziehung mit dem Fahrrad, bei der er Kindern ab fünf Jahren auf dem Parkplatz hinter dem Entree` Hotel das sichere Verhalten im Straßenverkehr beibringt.

Zurzeit ist der gebürtige Reinbeker mit portugiesischen Wurzeln ausgesprochen gut gelaunt. Kein Wunder: Mit einem 1:0-Sieg gegen Boavista Porto feierte sein Lieblings-Fußballverein Sporting Lissabon vor Kurzem im heimischen Estádio José Alvalade vorzeitig den 19. portugiesischen Meistertitel – und das ohne eine einzige Saisonniederlage.