Glinde gehen die Schiedsrichter aus

Geldstrafe des Hamburger Fußball-Verbands droht. Obmann Daniel Burmester lädt zum dreitägigen Lehrgang ein.

Glinde gehen die Schiedsrichter aus

Bei den Fußballern des TSV Glinde hat sich nach zwei Jahren Pandemie eine neue Baustelle aufgetan: Der Abteilung gehen die Schiedsrichter aus. Waren es vor zwei Jahren noch gut 30 Unparteiische, die der Verein dem Hamburger Fußballverband (HFV) melden konnte, rechnet Daniel Burmester für den kommenden Sommer nur noch mit der Hälfte. „Mit 22 Meldungen hätten wir unser Soll erfüllt“, sagt der Schiedsrichterobmann des TSV. „Jede fehlende würde teuer zu stehen kommen.“ Erfüllt ein Verein seine Auflagen nicht, kassiert der HFV für jeden nicht gemeldeten Unparteiischen ein Strafgeld in Höhe von 100 Euro pro Halbjahr. Bei einer Unterdeckung von sieben Meldungen wären dies 1400 Euro für Glindes Fußballer.

Den Kopf in den Sand stecken ist allerdings nicht Burmesters Sache. Vom 18. bis 20. März bietet der 39 Jahre alte Obmann in Glinde einen Schiedsrichter-Anwärterlehrgang an. Das Mindestalter ist 14 Jahre. „Als Schiedsrichter auf dem Platz zu stehen, bietet einige Vorteile“, sagt Burmester. „Man lernt, sich selbst zu reflektieren, wird selbstsicherer im Umgang mit Menschen und nebenbei erhält man noch eine Aufwandsentschädigung für sein Hobby. Ganz zu schweigen, dass jeder Schiedsrichter freien Eintritt zu allen Spielen des DFB hat.“

Wer Interesse hat, kann sich gern mit Burmester in Verbindung setzen. Zu erreichen ist er unter der Mobilnummer 0179/941 58 60.