Politik zu Gast beim TSV Glinde informieren sich über die Zukunft des Sportvereins.

Schwerpunkt der Gespräche: das Projekt Glinde Nord. Noch fehlt die Zustimmung der Politik. Warten auf die Auswertung des Gutachtens.

Politik zu Gast beim TSV Glinde informieren sich über die Zukunft des Sportvereins.

30. November
Fraktionsmitglieder der CDU, SPD, Grünen und FDP waren vor Kurzem zu Gast beim TSV Glinde, um sich über die Zukunft des Sportvereins auszutauschen. Schwerpunkt der Gespräche: das Projekt Glinde Nord. Dabei geht es um das Vorhaben einer Investorengruppe, die gesamte Sportanlage 200 Meter weiter nördlich neu und nach modernen Maßstäben anzusiedeln.

Die Ausgangslage kurz zusammengefasst: Eigentümer des Sportgeländes ist die Stadt Glinde, der Erbbaurechtsvertrag läuft bis 2081. Für den Bau von 600 Wohnungen möchte die Investorengruppe vier Hektar haben – im Tausch gegen 4,5 Hektar in unmittelbarer Nähe für die neue Sportstätte. Die Investoren übernehmen die Kosten für den Neubau von zwei großen und einem kleinen Kunstrasenplatz, zehn Tenniscourts, zwei Kleinfeldern und zwei Beachvolleyballplätzen Des Weiteren ist ein zweigeschossiger Bau als Ersatz für das alte Sportlerheim vorgesehen. Das Parkplatzproblem wäre ebenfalls gelöst. Übrigens: Das TSV-Hauptgebäude mit Büro, Spiegelsaal und Restaurant wäre davon nicht betroffen.

Noch fehlt die Zustimmung der Politik. Der Grund: Das für den Neubau der Außenanlagen vorgesehene Gelände war früher eine Kiesgrube, die auch mit Bauschutt verfüllt wurde. Um den Nachweis zu erbringen, dass Sporttreiben auf dem neuen Gelände unbedenklich ist, ließ die Investorengruppe von dem Sachverständigenbüro Dr. Skowronek ein Gutachten anfertigen. Dieses liegt der Stadt vor und beurteilt das Vorhaben positiv. Um auf Nummer Sicher zu gehen, hat Glinde mittlerweile einen weiteren Experten eingeschaltet und mit der Überprüfung des Gutachtens beauftragt.

„Wir benötigen Planungssicherheit. Mittelfristig müsste der Verein eine siebenstellige Summe für dringend notwendige Renovierungs- und Umbaumaßnahmen investieren, um den Sportbetrieb weiterhin sicher zu stellen“, sagt Joachim Lehmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins. Finanzielle Mittel, über die der Verein aktuell leider nicht verfügt. Nicht nur deshalb wäre das Projekt Glinde Nord eine echte Chance.